[FINSTERZAHN] Ryal Ven

Hier k√∂nnt ihr die Geschichten √ľber eure D4O Charaktere ver√∂ffentlichen, damit die B√ľcherei etwas √ľbersichtlicher bleibt.

Ryal Ven

Beitragvon Kerron » So 1. Jul 2012, 11:41

Ryal Ven

Das Meer war von dem sonst strahlenden Blau zu v√∂lliger Schw√§rze und Finsternis verwandelt. Das laute Aufschlagen der dicken Regentropfen erstickte die Rufe der panischen Passagiere und der ebenso ver√§ngstigten Mannschaft des Schiffes. Lediglich der laute Donner und der Aufprall Meter hoher Wellen √ľbert√∂nte noch den Regen.

Die Seemaid war den Gezeiten schutzlos ausgeliefert. Kapit√§n Ulf Sternenglanz, schien als einziger ruhig zu bleiben. Sein entschlossener Blick versuchte durch die Regenwand zum Meer durchzudringen und mit festen Griff drehte er das Ruder um den riesigen Wellen zu trotzen. Auch wenn Ulf nach au√üen hin den Eindruck erweckte die Kontrolle zu behalten, innerlich war auch er verwirrt. Er war schon lange Kapit√§n der Seemaid und hatte bereits viele St√ľrme mit seinem ansich wetterfesten Schiff durchfahren. Dieses Unwetter war jedoch anders. Nicht nur das Ausma√ü des Sturms war f√ľr ihn unbeschreiblich, auch die Tatsache, dass er wie aus dem Nichts gekommen war. Innerhalb von Sekunden war der klare Himmel, durch die Gewitterwolken in vollkommene Dunkelheit geh√ľllt worden und ebenso schlagartig hatte der Wind zugelegt.

Dennoch hielt Ulf das Ruder und kein Sturm der Welt w√ľrde Ihn sein Schiff verlieren lassen. Wie zur Strafe f√ľr diesen Gedanken, schlug im selben Moment erneut eine hohe Welle auf das Schiff ein und Ulf musste schwer k√§mpfen um nicht umgeworfen zu werden.

Ebenso pl√∂tzlich wie der Regen ausgebrochen war, verebbte er. Die Mannschaft und die Passagiere atmeten erleichtert auf und einige begannen sogar zu jubeln. Ulf jubelte nicht. Er konnte sich nicht erkl√§ren was gerade passierte, jedoch war es nichts Nat√ľrliches. Ein Hauch von Tod und Verw√ľstung lag in der Luft.

Die ersten Sonnenstrahlen durchbrachen die Wolkendecke und das Meer färbte sich wieder blau. Der Blick auf das ansich blaue Meer bestätigte Ulfs Vermutung. Ein riesiger Schatten glitt unter der Seemaid her. Ulfs Nackenhaare stellten sich auf, jetzt hatte er Panik.

Er h√∂rte noch eine Passagierin schreien, w√§hrend sich langsam an der Steuerbordseite des Schiffes der Kopf einer riesigen Schlange aus dem Wasser erhob. Die Schreie der Besatzung verebbten, als die Seeschlange den Oberk√∂rper aus dem Wasser erhoben hatte und gelassen auf das vergleichsweise kleine Schiff blickte. Einen Moment lang hoffte Ulf, das Monster w√ľrde einfach wieder im Meer verschwinden. Dann √∂ffnete die Bestie Ihr Maul, dem ein Kreischen entfuhr, dass bis in die Knochen jedes Anwesenden zu dringen schien. Im selben Moment schoss der Kopf der Schlange nach vorne und riss die Seemaid in St√ľcke.

Ulf wurde von Bord geworfen. Er schlug hart auf das Wasser auf und wurde von einer vorbeifliegenden Planke schwer am Kopf getroffen. Mit letzter Kraft griff er nach dieser Planke und zog seinen Oberkörper auf das treibende Holz.

Seine Augen suchten nach der Bestie, die erneut aufgerichtet und mit ruhigem Blick auf die √úberreste ihrer Beute sah. Ulfs Blick fiel als n√§chstes auf ein kleines Baby, welches wunderbarerweise vollkommen unverletzt auf einem St√ľck Holz lag und langsam zu dem Ungeheuer trieb. Nun erkannte Ulf, dass auch das Ungeheuer dieses Kind betrachtete und nicht die √úberreste der Seemaid.
Die Seeschlange √∂ffnete langsam Ihr Maul √ľber dem Kind und schloss es ebenso behutsam wieder. Es schien fast so, als w√§re ihr daran gelegen das Kind nicht zu verletzen.

Ulf sah noch die Schlange wieder im Meer versinken, bevor er das Bewusstsein verlor..
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Kerron
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